Unsere Trockenmauersanieurng ist abgeschlossen

Der Januar und vor allem das Schnee-Wetter gibt etwas Ruhe, um neue Projekte zu planen und auch alte abzuschließen.
Zu einem unser wichtigsten Projekte gehörte die Trockenmauersanierung in unserer Steillage am Radebeuler Goldenen Wagen.

Diese konnten wir erfolgreich abschließen.

Es ist nicht unsere erste Sanierung, aber inzwischen haben wir dazu gelernt und die Mauern nicht nur dort neu errichten lassen, wo sie eingestürzt waren, sondern auf der gesamten Länge. Nötig wurde dies, da die Mauern im gesamten ihr Lebensalter erreicht haben. Die Steine waren über 200 Jahre Hitze und Kälte ausgesetzt und waren sprichwörtlich müde.

Und so wurden also ganz neue Mauerterrassen durchgängig gesetzt.
Zu der Sanierung gab es einen schönen Bericht in der Zeitung (DNN).

Einige Antworten, die ich da gegeben habe sind hier zu lesen:

Tut der Freistaat mit seiner Fördermittelpolitik genug?
Ohne Fördermittel wäre die Sanierung mit neuen Steinen unmöglich. Mit den Fördermitteln stehen, beziehungsweise fallen die Trockenmauern, eben weil in Radebeul viele Trockenmauern das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben. Es gibt mehrere Aufrufe im Jahr, ob man eine Zuwendung bekommt oder nicht, unterliegt einem Auswahlverfahren, das viele Kriterien berücksichtigt. Der Fördermittelantrag macht auf viele, die das zum ersten Mal machen einen komplizierten Eindruck. Aber wir Winzerkollegen helfen uns untereinander und schon ist vieles einfacher.

Was motiviert Sie dazu?
Bei aller Förderung, für die wir Winzer sehr dankbar sind, gehört zu dem Projekt auch viel Heimatverbundenheit. Und wir müssen die Terrassen natürlich bewirtschaften. Dazu bauen wir, wo es möglich ist, Rampen in den Weinberg und setzen in die Mauerkrone wieder die alten Sandsteine ein. Die geben Sicherheit – auch wenn auf der Mauerkrone eigentlich keiner was zu suchen hat.

Welche landschaftskulturelle Bedeutung haben Weinbergsmauern?
Weinbergsmauern waren schon in der DDR-Zeit Kulturdenkmäler, also solche nehmen wir Winzer das Thema auch sehr ernst und behandeln es mit Sorgfalt. Da ich sozusagen mit und in den Weinbergen aufgewachsen bin, hat die Instandhaltung der Trockenmauern für mich selbst noch mal einen ganz persönlichen Stellenwert. Ich freue mich, wenn ich Menschen treffe, die den Blick auf die intakten Weinberge genießen – zum Beispiel meine Mutter.

Welche Bedeutung haben Terrassenweinberge wie der Goldene Wagen touristisch?
Es gab mal einen Mauereinbruch, ich glaube das war im Jahr 2010, wegen dem der Eggersweg längere Zeit gesperrt werden musste. Da haben uns so viele Touristen darauf angesprochen, dass wir realisiert haben, wie wichtig diese Wanderwege eben auch für uns und unsere Gäste sind. Man erkennt den Wert erst richtig, wenn etwas nicht mehr möglich ist. Wir waren alle froh, dass die Stadt das Thema umgehend angegangen ist. Inzwischen wird der Eggersweg wieder bewandert. Und schließlich ist genau dieser Weinberg mit seinen Terrassen unser Alleinstellungsmerkmal, unser Credo leitet sich daraus ab: „Mit Hang zur Lebensfreude“.

Sind Sie mit den Maßnahmen der Stadt zufrieden?
Die Stadt unterstützt die Trockenmauersanierung ideell, das ist sehr wichtig.

Dies alles wäre also nicht möglich gewesen, ohne die Förderung durch den Freistatt Sachsen und seine Förderprodramme zusammen mit der EU.

Auf das bald wieder schöne Weinreben Ihre Wurzel in dei Felsklüfte vordingen lassen und wir diese wunderbare Mineraltiät von unserer Weinlage Goldener Wagen dann wieder im Glas schmecken können.

Karl Friedrich Aust